TETSURO BAN
Dirigent

Die musikalische Ausbildung des Japaners begann schon im 4. Lebensjahr. Mit 22 Jahren übersiedelt er für sein Dirigierstudium nach Wien. Nach diversen Engagements in Frankreich, Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin. Parallel zu den Gastdirigaten in Europa dirigiert der Maestro regelmäßig alle großen japanischen Orchester. Aufführungsserien an der Wiener Volksoper. Seit 2009 Generalmusikdirektor am Theater Regensburg. Seit 2018 freischaffender Dirigent mit Schwerpunkt Japan. Tetsuro Ban dirigiert beim Lech Classic Festival 2016, 2018 und 2019.

Die Pandemie verhindert die vergangenen 2 Jahre Auftritte des Dirigenten außerhalb Japans. So musste er auch für das Lech Classic Festival 2020 und 2021 absagen. Mit großer Freude können wir vermelden, dass Maestro Tetsuro Ban beim diesjährigen Jubiläumsfestival die Stabführung wieder übernimmt.

SEBASTIAN BRU
Violoncello

Sebastian Bru, in Wien geboren, stammt aus einer argentinisch- österreichischen Musikerfamilie. Seinen ersten Cellounterricht erhält er bei seinem Vater, seinerzeit Solocellist an der Wiener Volksoper. Seine Lehrer waren u.a. Clemens Hagen und Heinrich Schiff. 2006 tritt Sebastian Bru in das Orchester der Wiener Staatsoper und 2013 in den Verein der Wiener Philharmoniker ein. Als Solist spielt der Cellist regelmäßig mit namhaften Orchestern und Dirigenten. Sein Debüt beim Lech Classic Festival gibt Sebastian Bru 2020. Trotz der Verpflichtung bei den Salzburger Festspielen wird sich Sebastian Bru auch 2022 Zeit nehmen um beim Lech Classic Festival als Solist wieder mitzuwirken.

Sebastian Bru spielt auf dem Violoncello “ex von Zweygberg” von Giovanni Battista Guadagnini (Piacenza 1749). Das Instrument ist eine Leihgabe der Österreichischen Nationalbank.

MAYUKO KAMIO
Violine

Die Japanerin Mayuko Kamio, geboren in Osaka, beginnt ihren Violinunterricht mit 4 Jahren. Sie wird die jüngste Preisträgerin des Menuhin Wettbewerbes. Abschlussprüfung an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich. Als Gewinnerin des Internationalen Tschaikowsky Wettbewerbs 2007 in Moskau unter größter Konkurrenz stehen ihr seitdem alle Türen im weltweiten Konzertgeschehen offen. Sie beherrscht nicht nur den japanischen Markt, sondern konzertiert regelmäßig mit allen großen Orchestern Nordamerikas unter der Stabführung der größten Dirigenten unserer Zeit. Auch für Mayuko Kamio bedeutet die Pandemie einen Stillstand im Konzertgeschehen in Europa und den USA. Ihre Mitwirkung beim diesjährigen Jubiläumsfestival sehen wir als große Auszeichnung.

Mayuko Kamio spielt auf der italienischen Meistergeige „Rubinoff“ von Antonio Stradivari (Cremona, 1731). Das Instrument ist eine Leihgabe der Munetsugu Collection in Tokyo.

DALIBOR KARVAY
Violine

Die Karriere des „musikalischen Wunderkinds“ aus der Slowakei beginnt schon sehr früh. Als Gewinner großer internationaler Violin Wettbewerbe tritt er in der Folge als Solist mit namhaften Orchestern auf. Seine prominentesten Zuhörer: Papst Johannes Paul II. und Prince Charles. Jahrelang perfektionierte der Ausnahmegeiger sein Spiel abseits der Konzerthallen, immer getrieben von der eigenen puristischen Suche nach klanglicher und musikalischer Vollkommenheit. Eine bedingungslose Leidenschaft, die Dalibor Karvay als Professor an der Wiener Privatuniversität für Musik und Kunst an junge Geigentalente weitergibt. Nach Jahren der inneren Suche und unermüdlichen Arbeitens an seinem Spiel ist der Virtuose nun wieder bereit, sich den großen Konzert- bühnen dieser Welt zu öffnen. Er lädt ein auf eine musikalische Reise, die mehr als nur ein Konzert ist. Erleben Sie einen der selbstkritischsten und zugleich genialsten Violinisten der Gegenwart. Seit 2020 ist Dalibor Karvay erster Konzertmeister der Wiener Symphoniker, im selben Jahr debütiert er beim Lech Classic Festival. Auch dieses Jahr wird der Virtuose seine herausragenden Fähigkeiten als Solist beim Lech Classic Festival 2022 demonstrieren.

Bei seiner langen Suche nach einer für ihn idealen Geige wird er fündig. Er spielt ein Instrument der Wiener Geigenbaumeisterin Julia Maria Pasch.

FEDOR RUDIN
Violine / Konzertmeister

Fedor Rudin wird 1992 in Moskau in eine Musikerfamilie geboren und wächst auf in Paris. Es folgt eine umfangreiche musikalische Ausbildung als Geigenvirtuose, Dirigent und hingebungsvoller Kammermusiker. Er ist mehrfacher Preisträger renommierter Wettbewerbe u.a. des Premio Paganini in Genua. Zahlreiche Auftritte als Geigenvirtuose mit namhaften Orchestern und Dirigenten führen Fedor Rudin in renommierte Konzertsäle wie die Carnegie Hall in New York, das Berliner Konzerthaus, die Pariser Philharmonie, den Wiener Musikverein und die Tonhalle in Zürich. Als Konzertmeister des Wiener Staatsopernorchesters und der Wiener Philharmoniker kann er von 2019 – 2021 Orchestererfahrung unter der Leitung der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit sammeln. Rudin arbeitet selbst als Gastdirigent mit namhaften Orchestern. Der Virtuose arbeitet nun wieder vermehrt an seiner Solisten Karriere.

Fedor Rudin spielt eine Geige von Lorenzo Storioni (Cremona, 1779) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfond. Eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben in Hamburg.

BELLE TING
Violine

Die kanadische Geigerin mit taiwanesischen Wurzeln beginnt im Alter von 7 Jahren mit dem Violinspiel in Vancouver. Ihr außergewöhnliches Talent wird schnell entdeckt und so wechselt die Familie der „Hochbegabten“ nach Wien, um bei der anerkannten Pädagogin Dora Schwarzberg an der Musikuniversität Wien fortan zu studieren. Natürlich ist Belle Ting Preisträgerin vieler internationaler Wettbewerbe. Neben zahlreichen Konzertauftritten im asiatischen Raum hätten Konzertauftritte in Europa ihren internationalen Durchbruch bedeuten sollen, die Pandemie hat das aber vorerst verhindert. Belle Ting hat aber das zeitliche Vakuum genützt und ihr ohnehin schon großes Repertoire weiterentwickelt.

Seit 2020 spielt die junge Virtuosin eine italienische Meistergeige von Ansaldo Poggi (Bologna, 1968), eine Leihgabe einer privaten Instrumentensammlung.

LEAH GORDON
Sopran

Leah Gordon studiert Gesang an der Universität Toronto und an der Guildhall School of Music und Drama in London. Sie ist Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe. Die Sopranistin wird u.a. mit dem Sonderpreis der New York City Opera ausgezeichnet, der mit einem Rollendebüt im renommierten Haus in New York verbunden ist. Von 2008 bis 2018 ist die Sängerin Ensemblemitglied am Staatstheater Nürnberg. Zu ihrem Repertoire zählen Partien wie Elettra (Idomeneo) , Eva (Die Meistersinger von Nürnberg), Musetta (La Bohème), Donna Anna (Don Giovanni), Pamina (Die Zauberflöte), Micaëla (Carmen), Rachel (La Juive), Gräfin Almaviva (Le Nozze di Figaro).

Leah Gordon gibt beim Lech Classic Festival 2021 ihr Rollendebüt als Leonore in Fidelio. Für das 10. Lech Classic Festival 2022 hat sie die Rolle der Santuzza (Cavalleria rusticana) dankenswerterweise einstudiert.

JENISH YSMANOV
Tenor

Der Tenor kommt aus Kirgistan. Nach zahlreichen internationalen Preisen gibt der junge, tenorale Senkrechtstarter bereits 2018 sein Deutschland-Debüt. Aufgrund seiner stimmlichen Fähigkeiten findet sich der Tenor schnell im italienischen Spinto-Fach zurecht. Mit den Rollen des Rodolfo (La Bohème), Alfredo (La Traviata), Herzog von Mantua (Rigoletto), Pinkerton (Madame Butterfly) betritt er schnell die europäischen Bühnen. In Hinblick auf seinen Auftritt als Turridu in der Cavalleria rusticana beim 10.Lech Classic Festival singt er die Rolle als Vorbereitung an der Nationaloper Baku (Aserbaidschan). Von dem jungen Sänger ist noch viel zu erwarten.

LUCIAN PETREAN
Bariton

Der rumänische Bariton studiert zunächst Theologie an der Universität in Klausenburg. Nach seinem Studienabschluss folgt er seiner Leidenschaft für den Gesang und absolviert ein Gesangsstudium an der dortigen Musikakademie. 2017 gibt der Bariton sein Deutschland-Debüt am Theater Regensburg als René in Verdis Maskenball. GMD war damals in Regensburg Tetsuro Ban. Seine Glanzpartien wie den Scarpia in Puccinis Tosca, seinen Rigoletto, seinen Amonasro in Verdis Aida, den Luna in Verdis Trovatore singt er mittlerweile auf allen wichtigen europäischen Bühnen.

Als Vorbereitung für das Lech Classic Festival 2022 singt er im März 2022 den Alfio in der Cavalleria rusticana für das Teatro Massimo Bellini di Catania . Hohe Erwartungen an den stimmgewaltigen Künstler sind gerechtfertigt.

NATALIE ROSSETTI
Sopran

Die Schweizerin mit italienischen Wurzeln kann auf eine grundsolide Musicalausbildung in Gesang, Tanz und Schauspiel verweisen. Mit ihrer schon gewonnenen Bühnenerfahrung und großem Talent ist sie vielseitig einsetzbar.

Natalie Rossetti ist 2021 bei den Seefestspielen Mörbisch mit dem Solo Song „Somewhere“ ins Rampenlicht getreten. Sie tritt nicht nur als Sängerin/Tänzerin, sondern auch als Choreografin in Erscheinung. Der vielseitigen, blutjungen Künstlerin wird eine vielversprechende Karriere prophezeit.

DAVID SITKA
Tenor

Der in Frankfurt am Main geborene Tenor gibt sein Operndebüt 2009 in Bad Hersfeld, gastiert in der Folge in Düsseldorf an der Deutschen Oper am Rhein, bei den Opernfestspielen St. Margarethen und an der Bayerischen Staatsoper in München. Seit der Saison 2012/13 ist David Sitka festes Ensemblemitglied der Wiener Volksoper. David Sitka verfügt über ein umfangreiches Repertoire auch im Charakterfach.

Der Tenor debütiert beim Lech Classic Festival 2021 als Jaquino im Fidelio, beim Festival 2022 wird er mit dem Tony in der West Side Story und dem Sporting Life in Porgy and Bess seine Rollendebüts geben.

MICHAEL C. HAVLICEK
Bariton

Der Wiener Bariton ist fixes Ensemblemitglied der Wiener Volksoper und im Operettenfach genauso zuhause, wie in Mozartpartien (Figaro–Graf, Don Giovanni, Guglielmo, Papageno). Mit seinem „Papageno“ zieht er um die Welt – von Tokio bis zur Opera Bastille in Paris. Neben seiner Bühnentätigkeit hat Michael Havlicek auch auf dem Konzertpodium Erfolge zu verzeichnen.

Nach seinem Auftritt beim 9. Lech Classic Festival 2021 als Minister im Fidelio wird der Bariton 2022 Songs aus dem Amerikanischen Liederbuch und den Porgy in Porgy and Bess präsentieren.

KAMILA AKHMEDJANOVA
Musikalische Studienleitung

Die Pianistin aus Usbekistan ist seit 2015 an der Bayerischen Staatsoper München engagiert. Darüber hinaus konzertiert sie regelmäßig als Solistin und Klavierbegleiterin mit verschiedenen Kammermusikformationen. Die Künstlerin ist Gewinnerin zahlreicher, internationaler Klavierwettbewerbe. Mehrmals erhält sie die Auszeichnung „Beste Konzertbegleitung“ bei wichtigen Gesangswettbewerben.

JOHANN PICHLER
Chorleiter

In der Steiermark geboren, Musikstudium an der Universität (vormals Hochschule) für Musik und darstellende Kunst in Graz: Dirigieren, Sologesang und Schulmusik. Neben seiner Lehrtätigkeit als Musikprofessor am Akademischen Gymnasium in Wien, ist er auch seit 2020 Hochschullehrer an der Pädagogi- schen Hochschule in Baden bei Wien. Von 2001 -2021 Stiftsmusikus und Leiter der Kirchenmusik im Chorherrenstift Vorau/Steiermark. Seit 2014 Choreinstudierungstätigkeit beim Lech Classic Festival.